Drittes Junior Science Café am 18.4.2016

Big Data – Speicherung, Nutzung oder überhaupt realistisch?

Junior Science Café ist ein Projekt, bei dem SchülerInnen eine Diskussion mit Wissenschaftlern zu einem von ihnen selbst gewählten Thema und Ambiente organisieren.

Wir hatten den Termin für das Junior Science Café zwar schon längst festgelegt, aber trotzdem geschahen die letzten Vorbereitungen unter starkem Zeitdruck, denn mal wieder hatten wir die Zeit vergessen. Nichtsdestotrotz hat uns diese Veranstaltung, bei der es hauptsächlich um Datensammlung ging, sehr viel Spaß gemacht. Ausschlaggebend für dieses Thema war der immer größer werdende Hype in den Medien, bei denen immer wieder spekuliert wurde, ob diese Datensammlung, die hauptsächlich von größeren Konzernen betrieben wird, nicht eine große Gefahr darstelle. Nach unserer Diskussion mit den von uns eingeladenen Experten sind wir zu folgenden Schlüssen gekommen:

  1. Datensammlung kann für den Endnutzer (in der Zukunft) Nachteile bringen, in vielen Fällen haben die Konzerne (oder Krankenkassen?) Nutzen davon. Der Datenwust wird von Data-Scientists sortiert, analysiert und ausgewertet.
  2. Datenaustausch online ist für das sog. „Internet of the things“ (Mediale Verbindung unterschiedlicher Geräte, bspw. Bewegungsmelder und Lampe) sehr praktisch.
  3. Viele Konzerne nutzen die Daten kommerziell, um Kunden bessere und an sie angepassten Angebote machen zu können: Eine Win-Win-Situation?
  4. Die Informationen, die ĂĽber einen gesammelt werden, können sowohl scheinbar Unwichtiges (wie z. B.  die Uhrzeit, um die man meistens Milch kauft) wie auch Persönliches (z. B. welchen Leuten man öfter E-mails schreibt), enthalten.
  5. Jeder hilft den Datenerhebungen meist unbemerkt. Möchte man das nicht, kann man nicht vorsichtig genug sein und muss teilweise auf Apps oder Anwendungen am PC verzichten.

Die Experten, die wir eingeladen hatten, waren Olivia Klose, Marcel Tilly und Markus Schenk von Microsoft. Mithilfe einer PowerPoint-Präsentation wurde uns erklärt, wie die Datenansammlung und -sortierung funktioniert.

Zur Veranschaulichung durften wir uns an einem (leckeren) Experiment mit M&M´s beteiligen: Uns wurde eine große Schüssel voll mit M&M´s gegeben, aus der wir so schnell wie möglich bestimmte Farben aussortieren sollten. Nach einige Minuten und vielen Naschversuchen, kam eine Schülerin schließlich auf die Idee, die Farben nicht aus der großen Masse zu picken, sondern stattdessen immer eine Handvoll der M&M´s zu nehmen und aus denen dann die gewünschten Farben auszusortieren. Das sparte tatsächlich viel Zeit und wir konnten umso schneller die verdienten M&M´s verspeisen, während wir dem Vortrag weiter zuhörten. Wir waren dazu ermutigt, diesen immer wieder durch nachfragen oder Diskussionspunkte zu unterbrechen. So konnten wir genau das erfahren, was uns interessiert und beschäftigt.

Unter anderem wurden auch neue technische Innovationen vorgestellt, wie beispielsweise der Echtzeitübersetzer „Skype Translator“, der innerhalb von einer Sekunde eine Übersetzung liefert. Das Problem seien aber noch die vielen Dialekte – es sei immer noch etwas knifflig, Bayerisch oder Plattdeutsch ins Wu-Chinesische zu übersetzen.

Nach drei sehr spannenden Stunden haben wir das Junior Science Café beendet. Herzlichen Dank an Olivia Klose, Marcel Tilly und Markus Schenk!

Julia Holl und Kora Kukujo im Namen des JSC-Teams