Studienfahrt Budapest

Am Sonntag, den 16.9.2018 hieß es für uns, auf nach Budapest! Naja, natürlich nicht ganz ohne Verzögerungen… Als wir uns nämlich alle am Münchner Hauptbahnhof versammelt hatten, erfuhren wir zuallererst, dass unser Zug einiges an Verspätung hatte, was es uns unmöglich gemacht hätte, unseren geplanten Anschlusszug zu erreichen. Somit musste umgeplant werden.

Während wir am Bahnsteig warteten, taten also Frau Heimsoeth und Herr Then alles in ihrer Macht Stehende, um uns eine neue Verbindung zu organisieren. Nachdem diese Bemühungen erfolgreich gewesen waren, konnten wir nun rund anderthalb Stunden später endlich unsere Reise antreten. Auf der, zugegeben etwas langwierigen, Zugfahrt hatten alle dennoch viel Spaß und stellten sich gut auf die kommende Woche ein.

Unter diesem Motto stand ein Großteil unserer Zeit in der unglaublich schönen, jedoch den meisten von uns unbekannten Hauptstadt Ungarns. Immer wieder mussten Pläne angepasst werden. Ab und zu kamen unglückliche Zufälle dazwischen und oft sprachen wir die Pläne gemeinsam ab, um die Reise optimal gestalten zu können.
Diese Flexibilität war für uns ein wichtiger Aspekt, der das Ganze zu einem vollen Erfolg gemacht hat, auch wenn unseren Lehrern dadurch einiges an Aufwand entstanden ist.

Um uns selbst ein bisschen besser in Budapest orientieren zu können, stand gleich am Montag eine Stadtrallye auf dem Plan. Nachdem sich nun alle Mitglieder einer Gruppe (4-6 Personen) in eine Telefonzelle gequetscht hatten oder verzweifelt versucht wurde, auf ungarisch, eine Briefmarke zu kaufen, hatten wir alle schon viele Ecken von Budapest gesehen und uns auch ein wenig mit den sehr gut funktionierenden öffentlichen Verkehrsmitteln vertraut gemacht. Auch Team-Work wurde auf unserer Studienfahrt gefördert, besonders in den Exit-Rooms. Eingesperrt in einem oder auch mehreren, Räumen, durften wir alle für eine Stunde Sherlock Holmes spielen, denn wessen Gruppe länger als eine Stunde brauchte, um mit Rätseln und Suchen den Ausgang zu finden, hatte verloren. Die Schnellsten brauchten nur 40 Minuten, meine Gruppe, welche sich zwischendurch liebevoll angeschrien hatte, 59:40 Minuten. Wenn man in Budapest ist, muss man natürlich auch das wunderschöne Sissi-Schloss besichtigen, das in einer Stadt, mit dem wenig attraktiven Namen Gödöllö steht. Aber Ungarns Geschichte ist nicht nur geprägt von Sissi und Franz, sondern auch von dem Zweiten Weltkrieg und der Sowjetunion. Im „House of Terror“, an dessen Standort früher ein Gefängnis der Pfeilkreuzler und später Folterzellen des Staatssicherheitsdienstes errichtet waren, konnten wir nicht nur die Verfolgung ungarischer Juden, sondern auch die Geschichte des kommunistischen Ungarns betrachten. Nach der Besichtigung des wunderschönen und sehr großem Parlaments stiegen wir die 297 Treppen der Stephans Basilika nach oben und wurden mit einem atemberaubenden 360-Grad Ausblick belohnt. Hinunter nahmen aber dennoch einige den Aufzug, statt den engen Wendeltreppen. Dass wir als einzige Studienfahrt keinen Zugang zu einem Strand hatten, ist, nach dem eigenständigen Besuch in Budapests altem Thermal-Heilbad, keinem mehr aufgefallen. Hier sind wir von sechs Uhr abends bis zehn Uhr nachts von Becken zu Becken gehüpft, die Wahnsinnigen unter uns schwammen auch im 18 Grad kalten Wasser. Ein Highlight vieler war die mehrstündige Höhlentour durch Budapests riesiges Höhlensystem. Hier quetschten wir uns durch enge Passagen und meistens blieb auch keiner dabei stecken. Der krönende Abschluss war ein Besuch der Citadella, einer alten Festung im Burgviertel. Von hier aus hatten wir einen unglaublich tollen Ausblick auf Budapest bei Nacht, wobei leider die vielen Lichter die meisten Kameras überforderten.
Auch zwei Geburtstage wurden gefeiert. An dieser Stelle, also nochmal alles Gute Anni und Larissa!
Hier möchten wir uns noch einmal herzlich bei Herr Then und Frau Heimsoeth bedanken, die uns diese Erfahrungen ermöglicht haben und mit denen wir unglaublich viel Spaß hatten.

Emanuel Hellwich und Patricia Hösel